Neuropsychologisches Training

Neuropsychologisches Training schärft die Fähigkeiten rund ums Sehen, Denken, Handeln und Orientieren. Um gut sehen, denken etc. zu können, ist vor allem Aufmerksamkeit nötig, denn nur wer aufmerksam ist, lässt sich nicht ablenken und kann sich konzentrieren. All das lässt sich durch Training schulen und verbessern. Wenn das Gedächtnis nachlässt, helfen Eselsbrücken beim Erinnern, denn jeder Mensch kann sich verknüpfte Informationen besser merken. Ein Beispiel: Die Namen der Ostfriesischen Inseln (von Ost nach West: Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum) merkt man sich mit dem Satz "Welcher Seemann liegt bei Nacht im Bett?" Fortgeschrittene denken sich eigene Merksätze und Eselsbrücken aus!

Auch die räumliche Wahrnehmung lässt sich trainieren. Sie ist erforderlich, um rechts und links und oben und unten unterscheiden zu können – was wesentlich ist für solch alltägliche Handlungen wie das Anziehen eines Pullovers oder das Bedienen eines Wasserhahns.

Manchen Menschen passiert es gelegentlich, dass sie sich am Türrahmen stoßen, nur eine Hälfte des Tellers leer essen oder nur dann reagieren, wenn man sie von der "richtigen" Seite anspricht. Das deutet auf eine Halbseiten-Unaufmerksamkeit ("Neglect") hin, die ebenfalls mit neuropsychologischem Training gelindert oder behoben werden kann.

Oftmals führen neurologische Schäden zu einem Gesichtsfeldausfall (Hemianopsie) oder zu anderen visuellen Explorationsstörungen, die wir mit Explorationstraining behandeln. Wer unter Apraxie leidet, kann sich zwar bewegen, aber nicht entsprechend handeln, denn jede Handlung beginnt im Gehirn. Das kann im Alltag sehr belastend sein, wenn plötzlich das Aufschließen einer Tür oder das Zähneputzen zum Problem wird, obwohl Muskeln und Gelenke intakt sein können.

Auch scheinbar banale Alltagshandlungen sind bei genauer Betrachtung äußerst komplex und vielschichtig, beispielsweise das Teekochen. Jeder kann sich selbst klarmachen, wie viele Einzeltätigkeiten erforderlich sind, bis eine Tasse Tee vor einem steht – und welche Folgen es hat, wenn nur ein einziger Schritt vergessen oder die Reihenfolge nicht eingehalten wird. Die Patienten lernen im neuropsychologischen Training, jede Gesamthandlung (Teekochen) in einzelne Schritte zu teilen und auszuführen (Schrank öffnen, Tasse, Teesieb und Tee herausnehmen, Wasserkocher füllen und einschalten etc). Falls Lähmungen erschwerend hinzukommen, werden Hilfsmittel ausprobiert und benutzt.

Neuropsychologisches Training

Neuropsychologisches Training schärft die Fähigkeiten rund ums Sehen, Denken, Handeln und Orientieren. Um gut sehen, denken etc. zu können, ist vor allem Aufmerksamkeit nötig, denn nur wer aufmerksam ist, lässt sich nicht ablenken und kann sich konzentrieren. All das lässt sich durch Training schulen und verbessern. Wenn das Gedächtnis nachlässt, helfen Eselsbrücken beim Erinnern, denn jeder Mensch kann sich verknüpfte Informationen besser merken. Ein Beispiel: Die Namen der Ostfriesischen Inseln (von Ost nach West: Wangerooge, Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum) merkt man sich mit dem Satz "Welcher Seemann liegt bei Nacht im Bett?" Fortgeschrittene denken sich eigene Merksätze und Eselsbrücken aus!

Auch die räumliche Wahrnehmung lässt sich trainieren. Sie ist erforderlich, um rechts und links und oben und unten unterscheiden zu können – was wesentlich ist für solch alltägliche Handlungen wie das Anziehen eines Pullovers oder das Bedienen eines Wasserhahns.

Manchen Menschen passiert es gelegentlich, dass sie sich am Türrahmen stoßen, nur eine Hälfte des Tellers leer essen oder nur dann reagieren, wenn man sie von der "richtigen" Seite anspricht. Das deutet auf eine Halbseiten-Unaufmerksamkeit ("Neglect") hin, die ebenfalls mit neuropsychologischem Training gelindert oder behoben werden kann.

Oftmals führen neurologische Schäden zu einem Gesichtsfeldausfall (Hemianopsie) oder zu anderen visuellen Explorationsstörungen, die wir mit Explorationstraining behandeln. Wer unter Apraxie leidet, kann sich zwar bewegen, aber nicht entsprechend handeln, denn jede Handlung beginnt im Gehirn. Das kann im Alltag sehr belastend sein, wenn plötzlich das Aufschließen einer Tür oder das Zähneputzen zum Problem wird, obwohl Muskeln und Gelenke intakt sein können.

Auch scheinbar banale Alltagshandlungen sind bei genauer Betrachtung äußerst komplex und vielschichtig, beispielsweise das Teekochen. Jeder kann sich selbst klarmachen, wie viele Einzeltätigkeiten erforderlich sind, bis eine Tasse Tee vor einem steht – und welche Folgen es hat, wenn nur ein einziger Schritt vergessen oder die Reihenfolge nicht eingehalten wird. Die Patienten lernen im neuropsychologischen Training, jede Gesamthandlung (Teekochen) in einzelne Schritte zu teilen und auszuführen (Schrank öffnen, Tasse, Teesieb und Tee herausnehmen, Wasserkocher füllen und einschalten etc). Falls Lähmungen erschwerend hinzukommen, werden Hilfsmittel ausprobiert und benutzt.

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